Literatuä - Der Alex und ich - Kapitel 11  

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Episode 10

 

 

 

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Der Alex und ich – Die weltbesten Luftzischenlasser

Episode 11: An der Kyll

Alex und ich hatten uns zu früh gefreut. Nach ein paar Metern blieb Ossett stehen, stampfte einmal mit dem Fuß auf, drehte sich um und rief: „Iss will aber mit in den Wald!“

Das war’s. Aus, Ende, vorbei. Wir hatten es im Guten versucht, uns redlich bemüht, diesen kleinen Quälgeist zu vergraulen. Jetzt blieb nur noch die krasse Methode übrig. Wir nahmen in wieder mit. Unterwegs unternahmen wir aber trotzdem noch einen letzten Versuch, ihn von der Sinnlosigkeit, uns zu folgen zu überzeugen. Wir nötigten ihn, Blätter zu essen. Zunächst frisches Laub von den Bäumen, dann verwelktes Falllaub. Was soll ich sagen? Er tat es! Er war ein hoffnungsloser Fall.

Am Adlerbaum gingen wir heute vorbei ohne anzuhalten. Wir hatten auch gar keinen Drang und schon gar nicht die Zeit, uns sitzenderweise zu entleeren. Wir gingen einen strammen Schritt. Ossetts Gejammer, wir sollten doch mal langsam gehen, bestärkte uns in unserem Vorhaben.

Wir erreichten den Fichtenwald.

„Wer die ersten Pilze findet, hat gewonnen!“ rief ich ausgelassen.

Ossett stürmte sofort los. Er rannte zwischen den Fichten umher und suchte nach Pilzen. Da das um diese Jahreszeit nicht sonderlich erfolgversprechend war, wurde er nicht fündig. Er suchte aber eifrig weiter und entfernte sich dabei immer weiter von uns.

Alex und ich sahen uns an. Unsere Blicke sicherten gegenseitiges Einverständis. Dann machten wir auf dem Absatz kehrt und rannten, was das Zeug hielt. Wir rannten den ganzen Weg zurück. Als wir wieder den oberen Rand des eingezäunten Waldstücks erreichten, hielten wir inne und setzten uns schwer atmend ins Gras.

„Den wären wir los!“ keuchte Alex.

„Ja.“ Antwortete ich. Ich war noch viel erschöpfter als er.

„Weiter!“ sagte Alex nach einer halben Minute und erhob sich.

Ich stand auf und wir gingen langsam den Weg entlang, vorbei am eingezäunten Waldstück, schlenderten über die freie Wiese und sprangen über den Rasbach. Von dort aus nahmen wir die Abkürzung zum Sportplatz.

Hinter dem Sportplatz fiel das Gelände wieder steil ab. Noch im oberen Viertel des Hanges, der wirklich steil und tief zur Kyll hin abfiel, führte ein Fußweg aus der Wohnsiedlung „Am Rasbach“ durch das Mühlenwäldchen in die Innenstadt. Wir folgten dem Weg ein Stück zurück in die Wohnsiedlung.

Am Ende jedes Wohnblockes gab es einen kleinen, durch Sichtbetonwände abgetrennten Bereich, in denen zwei große, stählerne Müllcontainer untergebracht waren. Einer dieser Containerplätze stand an der Böschungskrone, die mit einem Maschendrahtzaun abgesperrt war. An dieser Stelle hatten wir Monate zuvor den Zaun ramponiert, so dass wir bequem drübersteigen konnten. Das taten wir auch heute und stolperten, teils laufend, teils rutschend, den Abhang hinunter bis zum Ufer der Kyll.

Dass dabei meine guten Sandalen und meine Kordhose bereits einigermaßen schmutzig wurden, fiel mir noch gar nicht auf.

Am Ufer angekommen, setzten wir uns auf einen dort liegenden Baumstamm. Es war der Stamm einer umgestürzten Weide, die ordentlich mit Moos bewachsen und deshalb sehr bequem war. Die diesen Platz umgebenden Bäume standen teilweise im Wasser. Ihre Äste ragten über die Kyll und senkten sich an ihren äußersten Enden tief herab, so dass sie ein schönes Dach bildeten. Wie gerne waren wir hier.

„Hier müssten wir mal angeln.“ sagte Alex.

„Ja, das wär‘ toll.“ antwortete ich. „Aber womit? Wir haben keine Angeln. Und nur mit Schnur bringt auch nix, weil wir keine Haken haben.“

„Mein Vater hat aber Haken.“ meinte Alex. „Und Schnur auch.“

„Richtige Angelschnur?“

„Klar. Was denn sonst? Und außerdem hat er auch Blinker!“

„Was ist ein Blinker?“

„Das sind Haken, wo so ein Plättchen dran ist.“ erklärte Alex. „Die zieht man durch’s Wasser, dann sieht das aus wie ein Fisch. Die Forellen schnappen dann danach, und zack, hast du sie.“

„Gut!“ sagte ich schwer beeindruckt.

Ich wollte Alex gerade fragen, ob er sich vorstellen könnte, dass sein Vater ihm einen Blinker geben würde, doch mir wurde im selben Augenblick klar, dass das aussichtslos war. Angeln war an der Kyll nur mit Angelschein erlaubt, und außerdem war Alex Vater ziemlich streng, viel strenger als mein Vater. Dafür war meine Mutter umso strenger, und ich arbeitete in diesem Augenblick unbewusst auf eine Konfrontation mit ihr hin – ich sage nur: Sandalen und Kordhose.

„Weißt du was?“ strahlte Alex. „Beim nächsten Mal bringe ich einen Blinker mit. Ich weiß nämlich, wo er sie hat. Er darf nur nix davon mitkriegen, sonst gibt’s Schmiss.“

„Alles klar!“ jubelte ich und freute mich schon darauf.

Wie zufrieden wir waren. Wir rutschten mit unseren Gesäßen etwas nach vorn, lehnten uns ganz leicht nach hinten und stützten uns weit ausladend mit den Armen auf dem Baumstamm ab, wobei wir großen Wert darauf legten, dass unsere Windjacken weit offen waren. Wir fanden nämlich, dass das äußerst lässig aussah. Wir waren schon die Größten.

Wir blickten auf das Wasser. Dicht über der Oberfläche schwirrten Mücken. Von Zeit zu Zeit sahen wir hie und da einen winzigen Wellenkringel, wenn eine Mücke aufs Wasser stürzte.

„Paaf!“ rief Alex. „Wieder eine!“

„Die kriegt jetzt bestimmt kalte Quanten.“ ergänzte ich.

„Was meinst du?“ fragte Alex plötzlich. „Wie kalt ist das Wasser wohl?“

„Weiß nicht. Probier’s aus.“

„Sollen wir mal rein gehen?“

„Nä!“

„Wieso?“ Alex hatte es sich bereits in den Kopf gesetzt. „Nur bleckfuß. Wir krempeln die Hosen hoch und gehen einfach mal durch.“

„Na toll!“ rief ich spöttisch. „Bleckfuß! Bei den ganzen spitzen Steinen da drin!“

„Dann ziehen wir eben nur die Strümpfe aus,“ schlug Alex vor, „und die Sandalen behalten wir an. Dabei werden deine auch gleichzeitig wieder sauber!“

Das war ein Argument. Wenn ich mit sauberen Sandalen nach Hause käme, könnte ich sie rasch ausziehen und auf Seite stellen, ohne dass meine Mutter etwas merken würde.

Was man jetzt wissen muss ist, dass meine guten, gerade eine Woche alten Sandalen aus echtem Leder waren. Meine Mutter hatte dafür etwas tiefer ins Portmonee gegriffen, damit ich für die Schule und für Sonntage ordentliches Schuhwerk hatte.

Wir zogen also unsere Sandalen aus, zogen die Strümpfe aus und schlüpften dann barfüßig wieder in die Sandalen. Danach krempelten wir unsere Hosenbeine hoch. Ich krempelte meine Beine besonders sorgfältig hoch, denn schließlich hatte ich ja auch meine gute Kordhose an. Die durfte auf keinen Fall was abbekommen, sonst wäre ebenfalls was los zu Hause!

Die ersten Schritte ins kalte Kyllwasser waren entsetzlich! Wie kalt das Wasser war! „Hohohohoooo!“ riefen wir, und keiner wollte zugeben, dass er am liebsten augenblicklich wieder an Land gesprungen wäre.

Mit jedem Schritt gerieten weitere, höher liegende Bereiche unserer Beine ins Wasser, was ebenfalls mit lautem „Hohohohoooo!“ kommentiert wurde. Schließlich waren unsere umgekrempelten Hosenbeine nur noch eine Handbreit vom Wasser entfernt. Das merkte ich aber dummerweise nicht, sondern ging tapfer weiter.

„Thomaaaas!“ rief Alex plötzlich und lachte schallend. „Deine Hose!“

Ich erschrak, als ich die Bescherung bemerkte. Der gesamte umgekrempelte Bereich meiner Kordhosenbeine befand sich im Wasser!

„Nein!“ schrie ich lauthals und lief hektisch zurück zum Ufer. Dort angekommen nahm ich die Sache in Augenschein.

„Verdammt!“ - mehr fiel mir dazu nicht ein.

Meine Güte! Die Kordhose! Pitschnass! Wie sollte ich die jetzt auf die Schnelle trocknen? Die erste Maßnahme, die mir einfiel war die Hose auszuziehen und auszuwringen. Die Beine waren aber völlig durchnässt und so brachte das nicht den gewünschten Erfolg.

„Hoch auf den Weg!“ rief ich hysterisch. Ich war außer mir. „Der ist geteert! Da leg ich sie drauf! In die Sonne! Dann muss sie trocken werden!“

Ich rannte hastig den Hang hinauf, zurück zum Loch im Zaun. Alex folgte mir mit versteinerter Miene. Er wusste, in welch fataler Situation ich mich befand. Seine Sandalen waren bereits steinalt, und seine Hose war ebenfalls durchnässt. Es war jedoch nicht schlimm, weil es seine Spielhose war. Ich dagegen war so mit meinem Problem beschäftigt, dass ich zuerst gar nicht merkte, wie Alex an dem doch recht steilen Hang ausrutschte und einige Meter zurück nach unten rutschte. Erst, als ich ihn fluchen hörte, hielt ich inne und drehte mich zu ihm um. Ich stellte ihm die dümmstmögliche Frage, die man in dieser Situation überhaupt stellen kann.

„Ist was passiert?“ rief ich zu ihm hinunter.

„Nein, verflucht!“ keifte Alex. „Was soll schon passiert sein?“

Er rappelte sich auf und begann wieder, den Hang hinaufzusteigen. Also kehrte auch ich mich wieder um und hastete weiter hinauf.

Oben angekommen, breitete ich meine Hose auf dem Weg aus. Dass ich mich zu diesem Zeitpunkt in Unterhosen in der Wohnsiedlung aufhielt, war mir völlig egal. Ich hoffte so sehr, dass die Sonne es schaffen würde, meine Hose rechtzeitig zu trocknen, dass ich beinahe meine nassen Leder-Sandalen vergaß. Ich zog sie rasch aus und stellte sie neben die Hose auf den Weg.

Dann wartete ich.

Mittlerweile erreichte auch Alex den Weg. Auch er nahm sich nun die Zeit, seinen Anzug zu überprüfen. Sein Sturz hatte doch zu erheblichen Mängeln geführt: Seine Sandalen waren dreckverklumpt und seine Hose stand vor Dreck. Er machte sich jedoch keine Sorgen über die Heimkunft, denn er hatte ja seine alten Sachen an. Was er dabei jedoch völlig vergaß, war seine Windjacke, die er genauso unerlaubt trug wie ich die meine, und die war durch seinen Sturz ebenfalls erheblich verschmutzt.

„Hoffentlich kommen Schwengelmann und Junkenkicker jetzt nicht.“ bemerkte Alex plötzlich.

Ich zuckte zusammen. Ausgerechnet die hätten mir jetzt gerade gefehlt! Jörg Engelmann und Andreas Junk waren zwei Jungen in unserem Alter, die wir nicht leiden konnten. Alex und ich lauerten ihnen oft auf dem Nachhauseweg von der Schule auf und verprügelten sie mit unseren Anoraks. Sie hassten uns. Dummerweise wohnten sie genau in diesem Bereich der Wohnsiedlung, in dem wir uns gerade aufhielten. Wenn die beiden in diesem Augenblick aufgetaucht wären, hätte das den totalen Gesichtsverlust bedeutet.

„Das muss schneller trocknen!“ drängte ich. „Was soll ich nur machen?“

„Pack sie doch oben an, und hau sie mit den Beinen auf den Teer.“ schlug Alex vor.

Ohne zu zögern griff ich nach meiner Kord-Hose, fasste sie mit beiden Händen am Bund und schlug die Hosenbeine auf den Asphalt. Jeder Schlag benetzte den Boden mit einem großen Wasserfleck. Es spritzte anfangs sogar. Ich wurde zuversichtlicher, was die Trocknung meiner Hose betraf und schlug sie wieder und wieder auf den Boden, wobei ich darauf achtete, niemals zweimal auf die selbe Stelle zu schlagen. Jeder Schlag sollte auf trockenen Asphalt treffen, und so sah man einen Thomas, der seine gute Schul- und Sonntags-Kordhose mit angestrengt verzerrtem Gesicht wild in alle Richtungen auf den harten, staubigen Asphalt klatschte.

Nach einer Weile hielt ich inne, denn erstens musste ich verschnaufen, und zweitens wollte ich das Ergebnis der Wäschetrocknung in Augenschein nehmen. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Hose war ruiniert. Die Kord-Streifen waren so zerfetzt, dass man sie nur noch schwerlich als solche erkennen konnte. Der Anblick schnürte mir die Kehle zu. Ich stand kurz davor zu heulen.

„Thomas!“ rief Alex plötzlich. „Deine Sandalen!“

Ich ließ die Hose fallen und lief hastig zu meinen Sandalen hin. Waren das wirklich meine? Ich war geneigt anzunehmen, dass mir jemand einen Streich gespielt und sie gegen alte, ausgelatschte, verkrumpelte Sandalen ausgetauscht hatte. Doch dann erkannte ich das eingestanzte Muster auf einem der Riemen und identifizierte sie eindeutig als meine.

Was war geschehen? Das Wasser hatte das Leder durchzogen und wurde nun von der Sonne ausgetrieben. Das Leder trocknete zwar, doch es hatte sich so stark verformt, dass sich die Riemen an ihren Rändern aufrollten, so dass die raue Unterseite des Leders sichtbar wurde. Die Oberseite wurde zudem stark runzelig. Eine Katastrophe.

„Oh nein!“ jammerte ich. „Was soll ich denn jetzt meiner Mutter sagen?“

„Tja,“ meinte Alex betrübt, „da kann man jetzt wohl nix mehr machen. Sie wird’s rauskriegen.“

Ich sah ein, dass nun jeder Vertuschungsversuch zwecklos war. Ich zog meine Hose und meine Sandalen wieder an, und gemeinsam gingen wir langsam nach Hause.

Meine Güte, gab das ein Theater! Da Alex im Erdgeschoss wohnte, klingelte er als erster bei seiner Mutter. Sie öffnete die Tür und war sichtlich erfreut, Alex nach seinen Tagesaktivitäten wiederzusehen.

„Liebchen!“ rief sie erfreut. „Da bist du ja! Komm rein, Schätzchen.“ Dann schloss sich die Tür und ihre Stimme wurde für mich immer leiser.

Nun musste ich alleine die zwei Treppenläufe ins Obergeschoss hinaufgehen. Als ich bei meiner Mutter klingelte und sie die Tür öffnete, hörte ich weder das Wort „Liebchen“ noch „Schätzchen“. Ich sah aber auch zu grausig aus. Meine Mutter hatte gleich erkannt, was mit meinen guten Sandalen und meiner guten Kordhose los war. So etwas erkannte sie immer gleich. Mir blieb nichts anderes übrig, als heulend das Donnerwetter zu überstehen, welches nun über mir niederging. Schließlich musste ich nach dem Abendessen sofort ins Bett gehen. Dort hüllte ich mich in mein Plumeau ein und wollte von der Welt nichts mehr wissen.

Jedes Mal, wenn meine Mutter ihr lautstarkes Schimpfen unterbrach, konnte ich leise durch den Boden die Stimme von Frau Theis hören, die nun auch den Zustand von Alex‘ Windjacke entdeckt hatte und lautstark polterte. Da ich von Alex keine Widerworte hören konnte, ging ich davon aus, dass er sich ebenfalls in seinem Bett zusammengeigelt hatte und der Dinge harrte, die da kamen. So war es auch. Auch Alex hörte leise die Stimme meiner aufgebrachten Mutter, wenn seine Mutter während des Schimpfens Atem holte. Uns beide verband in diesem Augenblick nicht nur unsere Freundschaft, sondern im besonderen Maße auch eine ungeheure Solidarität füreinander.

Zu diesem Zeitpunkt war der arme Ossett noch nicht zu Hause eingetroffen. Wir dachten schon gar nicht mehr an ihn, was logisch war, schließlich hatten wir unsere eigenen Sorgen. Er fiel uns erst wieder ein, als seine Mutter auf ihrer Suche durch die Siedlung erst bei Theis und dann bei uns klingelte.

Frau Wahner war im höchsten Maße besorgt und machte unseren Eltern unmissverständlich klar, dass sie Alex und mich für dringend verdächtig hielt, was das Verschwinden ihres Sohnes betraf. Noch einmal mussten wir Rede und Antwort stehen, zuerst Alex, dann ich. Unabhängig voneinander beteuerten wir verlogen, dass man uns nicht dafür verantwortlich machen könne, wenn Andreas uns immerzu hinterherliefe und sich dann verirre. Dies im Fall des Falles auszusagen, hatten wir lange zuvor schon ausgemacht.

Nach einer Weile meldete sich Frau Wahner telefonisch bei meinen Eltern, um mitzuteilen, dass Andreas soeben weinend zu Hause eingetroffen wäre. Sie machte außerdem deutlich, dass sie ernstere Schritte einleiten würde, wenn Alex und ich ihn noch einmal verschleppen würden.

Mit der nachfolgenden Standpauke meiner Mutter endete der Tag zwar einigermaßen unerfreulich, doch war ich froh, dass nun alles ausgestanden war. Ich fasste noch vor dem Einschlafen den Entschluss, meine Mutter am nächsten Tag entsprechend zu entschädigen. Ich nahm mir vor, ihr eine richtige Freude zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Episode 10

 

 

 

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